Wie entsteht unser Goldpreis?

Wie entsteht der Goldpreis, den Sie von uns für Ihr Gold erhalten? Welche Institutionen beeinflussen ihn und durch welche Hände geht er? Immer wieder stellen uns unsere Kunden diese Frage. Welche Rollen Margen, Börsenzugang, der Unterschied zum Goldankäufer und Irreführung spielen, möchten wir Ihnen nun erklären.

Täglicher Börsenhandel

Der Goldpreis an den Börsen geht täglich, stündlich und selbst minütlich rauf und runter. Analytiker sprechen von aufkommenden Bullen- oder Bärenmarkt, von Hausse, Rally und selbst von Manipulationen. Sie als Endkunde bekommen davon nichts mit. Warum eigentlich? Weil der Goldpreis, so wie Sie ihn bekommen, durch viele Hände geht, von denen sich jeder seinen Teil nimmt und nehmen muss.
Beginnen wir auf dem Börsenparkett. Dort wird geschrien, getippt, gewählt und ein Milliardenbetrag umgesetzt. Und das macht keiner umsonst. All das gehandelte physische und börsennotierte Gold durchläuft von Beginn an Händler, Banken und Institute die für den Goldpreis an den Börsen sorgen. Und jede Handlung bezieht eine Marge. Die Marge ist die Gewinnspanne. Jeder Handel (in der Börse umgangssprachlich „Trade“) soll diese Marge einbringen. Das klappt je nach Wirtschaftslage, Ausverkauf oder Boom mal besser und mal schlechter. Doch hier spielt sich die erste Ebene ab, in der der Goldpreis seinen ersten Abzug bezieht.

Zentralbanken, Regierungen etc.

Nach dem Börsenparkett folgen die großen Banken und Institutionen. Zentralbanken, der Internationale Währungsfonds, die Bank für internationalen Zahlungsausgleich, Regierungen und weitere Handelshäuser sind die obersten Einflussnehmer auf den weiteren Goldpreis. Zwar sind diese überhaupt für den Goldpreis, der auf dem Börsenparkett gehandelt wird, verantwortlich. Doch verkaufen diese Institutionen das Gold auch wieder weiter; z.B. an , Industrie, Gewerbe, Landesbanken oder stattliche Prägestätten. Und das niemals ohne beträchtlichen Gewinn.

Die Scheideanstalt als letzte Instanz

Anschließend kommen die Großhändler ins Spiel. Scheideanstalten ebenso wie die Schmuckindustrie. Wichtig ist hier, dass zwischen echter Scheideanstalt und einem Goldankäufer, der den ungeschützten Namen nur trägt, unterschieden wird. Eine echte Scheideanstalt bearbeitet Edelmetalle und will diese selbstverständlich gewinnbringend verkaufen. Sie verkauft ihre Rohprodukte an kleinere Händler, diese wiederum verkaufen weiter an Juweliere oder Goldschmiede. Und jeder Handel hat seine Marge.

Hier würde sich der Kreislauf eigentlich schließen, gäbe es da nicht die Konkurrenz, wie Goldankäufer und sonstige goldaufkaufenden Betriebe, vom Juwelier bis zum Brillenhändler, die zu gern ein Stück vom Kuchen abhaben möchte.

Die großen Scheideanstalten, im Pforzheimer Raum oder im Norden die Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt in Norderstedt, zählen als industrielle Edelmetallverarbeiter und Edelmetallhersteller zur geringen Zahl von echten Gold- und Silber-Scheideanstalten in Deutschland. Kunden die die Vorzüge moderner Edelmetalltechnologie und korrekter Preisgestaltung nutzen möchten, finden hier eine Auflistung aller Scheideanstalten in Deutschland.

Ohne Börsenzugang kein Handel

Der Zugang zum betriebseigenen Börsenhandel ist für eine echte Scheideanstalt überlebenswichtig. Da in industriellen Scheidbetrieben grosse Mengen an Edelmetallen in ständigem Umlauf sind und sich die Weltmarktpreise im Sekundentakt extrem stark ändern können. Daher kann es sich keine echte Scheideanstalt leisten, hierauf nicht ebenfalls im Sekundentakt reagieren zu können. Scheideanstalten müssen quasi treuhänderisch verwaltetes Kundeneigentum zum bestmöglichen Kurs verkaufen können.

Das können kleine Goldhändler am Hauptbahnhof oder in Eckgeschäften natürlich nicht in dieser Form. Sie sind als zwischengeschaltete Zwischenhändler immer auf die Kurse angewiesen, die ihnen von den echten Scheideanstalten zugewiesen werden. Hiervon ziehen sie sich dann gegenüber den Kunden noch ihre Marge ab, der Preis für ihre Kunden wird kleiner.

Lockpreise beim Goldankauf  45,00 Euro pro Gramm –  ein gutes Angebot?

Auf den harten, weil sehr transparenten, Wettbewerb reagieren manche Goldaufkäufer mit unappetitlichen Methoden. Der starke Preisdruck zwingt goldankaufende Zwischenhändler immer wieder zu sogenannten Lockpreisen. Der Blickfang des hohen Kurses ist ein Magnet, dem man sich nur schwer entziehen kann. Man kennt es aus der Supermarktpsychologie. Deshalb findet man solche Angebote häufig in der Tagespresse. Erst einmal da, verhindert dann die menschliche Trägheit, das Geschäft wieder zu verlassen.
Um nicht abgemahnt oder zur Zahlung  irrealer Preise gezwungen werden zu können, wird der Lockpreis mit bestimmten Voraussetzungen verbunden, wie:  „nur für originalverpackte 1Gramm Barren“ oder: „Natürlich, wir zahlen Ihnen den Preis gern, wenn Sie bei uns ein Schmuckstück erwerben“ Hier verdeckt die Verkaufsmarge des „schönen Schmuckstücks“ die echte Kalkulation. Die Ein-Gramm-Barren sind im Betrag klein und wiederverkäuflich, der „Ankaufsschaden“ wird durch den schlechten Ankauf von Altgold mehr als wettgemacht.

Wir als Scheideanstalt schauen nicht auf die Preise der vermeintlichen Konkurrenz aus den Innenstädten. Denn diese Preise sind für uns nicht reell. Wir folgen den echten Kursen an den Edelmetallbörsen in London. Dort handeln wir.

Wer nicht scheidet, braucht auch nicht zu handeln

Eine angebliche Scheideanstalt, die sich zur NES quasi in Konkurrenz sieht, stellt den wichtigen Handelszugang zur Börse gerne als Marketingbluff dar. Doch offenbart sie damit nur, welchen Weg die bei ihr angekauften Metalle wirklich nehmen. Den Weg der Zwischenhändler. Den Weg nach Pforzheim. Wir als Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt handeln mit unseren produzierten Edelmetallen und mit den Edelmetallen unserer Kunden im Sekundentakt, stets korrekt und so wie es sich für einen echten und seriösen Scheidbetrieb gehört. Ohne eigenen Börsenzugang sind keine aktuellen Preisanpassungen möglich, wie sollte das auch gehen?

So entsteht ein Goldpreis – Fazit

Sie sehen, die Entstehung Ihres Goldpreises ist komplex. Margen bestimmen den Preis von Anfang an. Je weniger Hände zwischen dem Gold und der „echten“ Scheideanstalt liegen, desto geringer fallen die Margen aus, die auf den Preis drücken können. Und die Margen der Goldaufkäufer, die zwischen Ihnen und der Scheideanstalt sitzen spart der, der sich informiert und sein gesammeltes Edelmetall zur Scheideanstalt bringt.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.